Die jungen Geflüchteten

DIE JUNGEN GEFLÜCHTETEN
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Unter der angestiegenen Zahl von Geflüchteten, die in den letzten Jahren in Deutschland ankamen, befinden sich viele unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UmF). Die Kinder und Jugendlichen fliehen zum Teil alleine oder verlieren ihre Angehörigen auf der Flucht. Häufige Gründe ihrer Flucht sind Krieg, wirtschaftliche Not, der drohende Einsatz als Kindersoldaten oder auch die Gefahr der Zwangsheirat. Da sie ohne Erziehungsberechtigte in Deutschland leben, stehen sie unter besonderem gesetzlichen Schutz und werden vom Jugendamt in Obhut genommen.

Von 2014 bis 2015 hat sich die Zahl der Inobhutnahmen in Deutschland verdoppelt. Am Ende des Jahres 2015 befanden sich über 57.000 UmF im deutschen Jugendhilfesystem. Die Mehrheit der unbegleiteten geflüchteten Kinder und Jugendlichen kamen 2015 aus Krisengebieten wie Afghanistan, Syrien, Eritrea, dem Irak und Somalia. Mit mehr als 95% stellen Jungen den Großteil der geflüchteten Minderjährigen dar.

Im Jahr 2015 wurden in Hamburg ca. 2500 unbegleitete minderjährige Geflüchtete in Obhut genommen. Da es nicht ausreichend Plätze in betreuten Jugendwohnungen gibt, müssen viele von ihnen in den Erstversorgungseinrichtungen verweilen. Hier steht die Basisversorgung im Vordergrund. Privatsphäre, weiterführende Hilfen, soziale Kontakte und Bildungsangebote können nicht garantiert werden. Eine Integration in unsere Gesellschaft ist auf dieser Basis kaum möglich.

Der Einzug in ein privat vermietetes Zimmer kann für die jungen Geflüchteten einen ersten Schritt in die Normalität darstellen und erleichtert ihnen das Ankommen in Hamburg und ihre Integration.